2. Termin: Der 4. bis 7. Tag im Fjord

Vierter Tag

Schiff

Noch vor dem Frühstück versuchte Rowntree, dem Frühstück als „Spätaufsteher“ etwas fern zu bleiben und die Zeit zu Nutzen in das Zimmer von Ethelrod und Mathieson zu kommen, wie in der Nacht mit Bjarke abgesprochen. Das Vorhaben misslang allerdings da Rowntree mit dem von Bjarke überreichten „Hering“ (Dietrich) leider nicht viel anfangen konnte.

In der Schiffs-Kantine war die Stimmung schon am Morgen sehr gut, als die die ersten Akademiker den Raum betraten, feierte doch die Besatzung und die Franzosen die Expedition bereits als Erfolg und begrüßten jeden lautstark. Es wurden ja bereits Fotos des Monolithen gemacht, und egal was noch passierte, es konnte nur noch ein internationaler Erfolg werden!

Die Franzosen scheinen indes sich mit der Crew gut angefreundet zu haben – schlafen sie ja auch dort – und hatten wohl die letzte Nacht mit der Crew ein wenig gefeiert. Trotzdem sind sie an dem Morgen topfit und ausgeschlafen.

Nicht so die Herren, die sich hauptsächlich mit der Entschlüsselung der Fragment-Kopien beschäftigt hat.

McNeil und Prof. Mathieson hatten im Laufe des Frühstück eine kurze Unterredung bzgl. des Necronomicon, dass es angbl. an der Arkham University lat McNeil geben sollte. Mathieson wurde sehr nervös und berichtete von einigen Vorfällen mit einemn Studenten und warnte McNeil vor gefährlichen, in seiner Vorstellung „lebendigen“ Büchern. Die Unterredung, nicht aber der Inhalt, fiel der gesamten Besatzung auf, vor allem da sich beide halb über den Tisch neigten und fast nur zueinander flüsterten, vor allem Mathieson.

McNeil erwähnte desweiteren einige seltsame Spuren, die er einmal im Schnee gesehen habe, worauf ihn Mathieson unbedingt etwas zeigen wollte und ihn bat ihn in seiner Kajüte aufzusuchen.

Der Professor verließ den Raum, Ethelrod hechtete ihm wissbegierig hinterher, und beim Hinausgehen kamen sie an Rowntree vorbei, der gerade den Raum betrat und Ethelrod noch etwas von „Sie haben ihm vom Necronomicon erzählt?“ hörte.

Nachdem sich Rowntree immer noch im unklaren über das Necronomicon war, fragte er vor versammelter Mannschaft, die mittlerweile sich lautstark über Thule und Nordmänner unterhielt, nach dem mysteriösen Werk. McNeil konterte allerdings schnell mit einem „Kommt das nicht bei den Conan-Geschichten vor?“, was noch schneller von Chuck Granger aufgegriffen wurde, der nachfragte in welchem Band, usw. Das ganze endete darin, dass Rowntree angab, ein Manuskript einer Geschichte von Howard zu besitzen…

Nicht gerade Rowntrees Glückstag. Oder scheinen ihm die anderen Teilnehmer absichtlich etwas uninformiert zu lassen?

Es waren noch 20 Minuten Zeit, bis die Boote ablegten und während es langsam heller wurde. McNeils Meeting mit Mathieson musste leider bis in den Abend warten, da auch bereits Etholrod wieder in der Kabine war und das Boot zum Monolithen bald ablegen sollte.

Bjarke, der aus der Sicht des Captains eine Art Bindeglied für ihn, die Mannschaft und den Expeditionsteilnehmern darstellt, wurde vom Captain ausersehen, die Crew- und Expeditions-Mitglieder sowie einige Ausrüstungsteile mit dem Boot zum Monolithen überzusetzen.

Er war mit Petar Swetsjon, seinem besten Freund, und Hardy, dem Haudegen, der wohl nur für Frauen Begeisterung aufbringen und seine Pflciht schoinam etwas vernachlässigt, auf dem kleinen Boot. Es dauerte nicht lange bis die Seemänner ihr Schweigen brachen. Es wurde sofort über die Vorkommnisse der letzten Nacht, von Thule, dem verrücktem Briten, Wikingern, Hyperboräe, Asen, Göttern, den Franzosen usw. gesprochen.

Wenn das mal nicht zu einer bitterbösen Konfrontation mit Etholrod führen wird…

Auch das Boot von McNeil und den Bergsteigern folgte bald darauf. Der Geologe konnte kurze Zeit später seine Inspektion bzgl. dem Abbröckeln des Eises und der damit verbunden Gefahren fortsetzen. Zu seinem Erschrecken, war die angebrachte Markierung bereits um 30cm innerhalb der letzten 16h unterschritten worden.

Etwas später am Tag nahm Rowntree schließlich die Schiffs-Bibliothek etwas genauer unter die Lupe, wurde aber von den anwesenden Bhule, Mathieson und Etholrod weitgehenst ignoriert, die in gemeinsamer Diskussion in ihre Entschlüsselungs-Arbeit vertieft waren. Er hatte also freie Hand und erhoffte sich einige interessante Bücher zu finden, stieß aber nur auf ein okkultes Werk, dass er mit einem anderen Buch verdeckte und sich auslieh.

Das okkulte Werk war schwer verständlich, weswegen er schnell dem anderen Werk einen kurzen Blick zuwarf. Er stieß aber dabei auf eine aufschlussreiche und mit einem Lesezeichen markierte Geschichte von Nordmänner auf Grönland. Schnell wurde ihm klar, dass möglicherweise die Studien der Wissenschaftler gar noch etwas weiter reichen würden, als er sich gerade zu erträumen wagte, hielt er doch demnach das letzte Nacht Gesagte doch zum großen Teil für ein Hirngespinst. Oder war es ihm Recht zu zweifeln?

Er setze noch an dem selben Tag mit dem ersten Maat ein Telegram an die Miscatonic University ab, dass von einem Schiff namens „Hamburg“ weiter geleitet wurde.

Noch etwas später wurden bei einer kleinen Feier mit der Crew, die Erkenntnisse des Tages preisgegeben. Man saß aber nicht mehr lange beieinander, da jeder wirklich stark ermüdet war.

Fünfter Tag

Schon am Frühstückstisch äußerte McNeils seine Bedenken bzw. dem Abbröckeln des Eises und das Nachlassen des „Sockels“ auf dem sich der Monotlith befindet. Wie er haben sollte!

Besorgt von den Vorkommnissen mit dem „kleinen Eskimos“ und den Warnungen McNeils hielt sich Rowntree vornehms an Deck auf – naja, schließlich hatte er ja auch das Gefühl mittlerweile auch etwas „Balast“ geworden zu sein. Aber da war er nicht der einzige: Chuck Granger trieb sich mal hier mal dort herum, und man konnte dem Studenten ansehen, dass er versuchte abseits des „akademischen“ nützlich zu machen.

Mathieson und Ethelord ließen am Tag wenig zu sehen, dafür suchte der eher distanzierte Bhul das Gespräch mit anderen. Leider zu falschem Zeitpunkt und mit falschen Thema, den kam er sofort auf Hyperborea und seine Fantasien zu sprechen, was bei Rowntree zu einer starken Abneigung führte, und der Journalist den Eskimo-Forscher prompt alleine auf dem Deck zurück ließ.

Etwas später in der warmen Messe und die Nachricht bereichert, dass die Miscatonic University das Telegram erhalten haben traff er auf Louis, der auf Rowntree etwas seltsam wirkende schwarze Voodoo-Koch, mutmaßte bei dem Vertreter des National Geographic eine annahende Erkältung und griff wieder zu seinen Hausmittelchen.

Rowntree flüchtete erneut, und glaubte langsam zu halluzinieren, als er auf dem Monolithen eine kleine Gestalt sah. Er begang zu die Arbeiter mit lautem Rufen zu warnen!

Bjarke war gerade an der Wand, als er einige Rufe vom Schiff her hörte. Er konnte sie nicht genau verstehen, aber wie es schien machte gerade irgendjemand auf eine Gefahr auf dem Monotlithen aufmerksam, während McNeil noch im Bod sah und den Monolithen schon auf sich zufallen sah.

Aner als Rowntree endlich das Fernrohr zur Hand hatte sah er allerdings nur einen verquickt drein blinkenden Franzosen zu gucken, der sich nur etwas hinter den Monolithen bewegt hatte.

Peinlich, peinlich, aber irgendetwas lag wohl definitiv in der Luft an diesem Tag. Nur, dass es später stattfinden sollte…

Nur kurze Zeit später, kurz vor dem Ende der dritten Schicht hörte man schließlich ein lautes Knarren, und der Monolith sankt mit einem Rutsch weitere 1,50m ab.

Die Männer baumelten an den Seilen, jeder Mann an Board stürmte auf Deck. Zwar fielen einige doch konnten sich alle an den Brüstung festhalten. Die französischen Bergsteiger waren verzweifelt, die Lage wieder in Kontrolle zu bringen, damit nicht jeder sofort die Flucht ergriff und womöglich so zu seinem Ende kommt. McNeil war gott-sei-dank schon einige Meter weit gerudert, um weit genug von einer größerem Welle zu sein, die für sein Boot gefährlich hätte werden können. Aber es kam tatsächlich niemand zu Schaden.

Die Crew der SS Darlena

Sofort wurde in der Messe eine Krisensitzung einberufen. Es wurde heftig diskutiert: Etholrod und Bhule verteidigten heftig die wissenschaftliche Einmaligkeit der Gelegenheit mehr herauszufinden, der Mannschaft war das aber egal, und sie fürchteten um ihre Leben. Mathieson griff wie immer schlichtend ein, und vermied wohl so, dass sich die Expeditions-Teilnehmer und Crew handgreiflich angriffen.

Schließlich ergriff Etholrod das Wort und bot jeden Seemann 200 Dollar für eine weitere Schicht auf dem Monolithen. Die Mannschaft reagierte teils begeistert, teils verachtend darauf, und Bjarke trug mit Rückendeckung eines Teils der Mannschaft nun offen seine Disput mit Ethelrod aus. Schießlich sah sich der Kapitän genötigt einzugreifen. Er bemängelte stark die Vorgehen Ethelrods, sah aber schließlich das Lechzen der Crew nach Geld, und stellte jedem der Crew frei, die Entscheidung selbst zu treffen, ihr Leben zu riskieren.

Bjarke allerdings verlangte von Etholrod persönlich auf den Monolith zu gehen und Kopien anzufertigen, um so der Crew zu beweisen, dass er es für ungefährlich hielt. Ethelrod stimmte zu. Und auch die erstmals ergriffen die Bergsteiger Partei für Ethelrod, besser aber für die Crew, den versicherten sie, persönlcih dafür Sorge zu tragen, dass niemanden etwas passiert.

Somit hatte Ethelrod endlich gegenüber dem Captain gewonnen, und so seine fünfte Schicht durchdrücken, die nur kurze Zei später anfangen sollte.

Aber auch Bjarke war auf das Geld scharf, und holte sich das Geld persönlich von Ethelrod, vor Antritt der fünften Schicht ab. Missmutig drückte Ethelrod in seinem Quartier unter den Augen Mathiesons ihm das Geld in die Hand. Mathieson fragte noch einmal nach, ob er den wisse, was er damit riskiere, und ob es Ethelrod wirklich ernst war. Aber es war Ethelrod ernst.

Aber auch Bjarke, kurz nachdem er sich das Geld geholt hat, schickte er seine Kameraden auch runter in die Kajüte, sich das Geld vor Antritt ihrer Schciht persönlich zu holen.

Ethelrod zahlte soweit er konnte. Kaum war aber die Tür geschlossen, war für Hesseldijk, Bhule, Granger, Rowntree, Bjarke, McNeil und alle anderen klar zu vernehmen, das ein heftiger Streit über die Gelder der Expedition entbrannte, wonach Ethelrod die Meinung vertrat, in Godthard doch wieder Geld abheben zu können, und dass die Universität das allerdings. Mathieson allerdings war das egal. Sie hatten $2000 dabei, und Ethelrod zahlte für eine Schicht alleine und fünf Leute schon $800.

Beim Abendessen wurde kaum ein Wort geredet, und die Verkündung neuer Ergebnisse ging wohl an den meisten Teilnehmer vorbei.

Sechster Tag

Ethelrods eigene Schicht war noch nicht geleistet. Er stand an dem Tag schon früh auf, genoß sein Frühstück, als wäre es eine Lehrobjekt und würde er allen demonstrieren wollenm wie vorzüglich er es genießen konnte. Er machte sich mit Ehrgeiz gleich an die ersten Schicht mit fünf anderen Männern, darunter Bjarke heran.

Der Monolith war an dem Tag nur weitere 30cm abgesunken, aber trotzdem hielt jeder das Ganze genau unter den Augen, vor allem da tagsüber desöfteren ein lautes Knarren zu hören war, und das Schmelzwasser wie in einem Wasserfall den schwarzen Obsidian entlang gleitete.

Die Bergsteiger hatten allen versprochen auf die Männer aufzupassen, und das taten sie auch ohne Geld für ihre Schicht von Ethelrod zu verlangen. Letzter musste aber im Laufe des Tages einige Männer vetrösten, dass die Expeditionskasse bereits leer war.

Wohl war das auch der Grund, warum sich Ethelrod am späten nachmittag auf Deck aufhielt. Dort kam Hessedijk und ihm näher, als sie gemeinsam und lautstark an Deck rassistische Bemerkungen äußerten, und Ethelrod Hesseldijk anstiftete auch über die Crew und fehlende Risikobereitschaft derer herzuziehen.

Das ganze war den beiden Herren so peinlich, dass sie den Abend kaum ein Wort darüber verloren. Und nein, Alkohol war dabei nicht im Spiel.

Am Abend wurden wieder weitere Ergebnisse verkündet, und man fragte sich, ob diese Erkenntnisse wirklich das Risiko wert waren.

Es braucht kein Wort erwähnt zu werden, wie schwer sich jeder an diesem Abend fühlte.

Siebter Tag

Viele waren schon durch das Knarren und Krachen wach geworden. Die letzten trommelte Louis, der gerade an der Vorbereitung des Frühstücks war, wach. Einzelne Eisbrocken waren in der Nacht immer wieder über den Monolith in das Fjord gefallen, und das Eis knarrte unter dem Gewicht des Monolithen.

Die Geräusche, die durch das Fjord hallten, raubten wohl vielen den Schlaf. Schließlich aber auch das einsetzende Motor-Geräusch, dass das Schiff weiter auf Distanz brachte. Aber so konnte wenigstens jeder dem Spektakel beiwohnen als im Zwielicht von halb Nacht, halb Morgen der Monolith in das Fjord krachte.

Das Schiff wurde von zwei, drei Flutwellen kräftig hochgehoben, doch war es nun überstanden. Jetzt erst war wieder Aufatmen angesagt. Aufatmen, dass niemand um das Leben gekommen ist, und das Ethelrod jetzt auch wieder entspannen könnte.

Bald schon würden die Männer im dänischen Gôthab sein.

Bjarke war $1200 reicher, wie auch Teile der Mannschaft. Rowntree hatte seine Story, und fragte was ihn noch erwartete. Mathieson war sauer auf Ethelrod, begang aber eine Präsentation für die ganze Mannschaft vorzubereiten. Ethelrod war immer noch verbissen darauf mehr heraus zu finden, und Bhule untersützte ihn dabei, ubd taute langsam in Gesprächen mit Hesseldijk schön auf.
McNeil fragte sich warum ihn die Herren nicht schon anfangs näher eingeweiht hatten, und ob sie wirklich noch eine Expedition ins Landesinnere plannten. Chuck war damit beschäftigt einige Artikel abzufassen, und seine Erinnerungen nieder zu schreiben. Und Hessdijk begang in Ethelrod einen Menschen zu sehen, der seine Ziele erreicht, und womöglich auch für seine Zukunft noch eine entscheidende Rolle spielen könnte…

Ein Gedanke zu “2. Termin: Der 4. bis 7. Tag im Fjord

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