Illustrationen aus der Zeit

ShadowOutOfTimeAller Guten Dinge sind drei! Ich kann nicht warten – wenn auch sträflich zu spät – auf den Blog „Golden Age Comic Book Stories“ hinzuweisen. Dort finden sich zum Beispiel auch Bilder zu Lovecrafts Geschichten aus den 30er Jahren! Eine wahre Fundgrube für Illustrationen aus der guten Alten Zeit der amerikanischen Groschenhefte!

(Dank geht diesmal an Ingo aka Randolph_Carter aus dem Cthulhu-Forum für diesen Tipp!)

(Das Bild stammt von Wikipedia, findet sich unter obigem Link allerdings wesentlich höher aufgelöst.)

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Locke & Key 1: Wilkommen in Lovecraft

Das dürfte mal was für den Freund des gezeichneten Horrors sein. Hat sich der Autor Joe Hill (Sohn des berühmten Stephen King) mit Titeln wie „Blind“ und „Black Box“ schnell in die dunklen Herzen der geneigten Leserschaft geschrieben, so ist nun sein Debüt-Werk im Comicbreich erschienen.

Autor: Joe Hill
Verlag: Panini Verlag
ISBN: 978-3-86607-850-5
Umfang: 172 Seiten
Preis: 16,95 €

Inhalt:

Stephen Kings Sohn Joe Hill ist längst aus dem Schatten seines berühmten Vaters herausgetreten und gilt als einer der erfolgreichsten Nachwuchsautoren des Genres. Jetzt bläst der bekennende Comic-Fan zum Sturm auf die sequenzielle Kunst. Mit LOCKE & KEY präsentiert PANINI das Comic-Debüt des talentierten Horror- und Fantasyautors in einer exklusiven Paperback-Ausgabe!

In der zwischen Psycho-Horror und Fantasy angesiedelten Geschichte von Joe Hill spielen mystische Türen in einem unheimlichen Haus eine wichtige Rolle. Türen, die nur mit bestimmten Schlüsseln geöffnet werden können und hinter denen sich große und düstere Geheimnisse verbergen.

Für einen kleinen Jungen und seine Familie bedeutet die Tür zur Astralebene die Rettung vor einem Serienmörder – aber auch den Zugang zur Welt für ein Monster, das danach giert, auch die anderen Türen zu öffnen …

INHALTSQUELLE: Panini Comics

Victorian Undead

Zombies sind ja gerade mal wieder „in“ (und dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden!). Sie schlurfen und rennen durch Kaufhäuser, lassen ganze Städte zu Todesfallen werden und lungern sogar auf Raumschiffen herum. Überall kann man sie treffen. Sogar im Gaslicht regen sich die Untoten:

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Once  you eliminate the impossible, whatever remains, no matter how improbable, must be the truth. – Sherlock Holmes

After reading a lot of the online speculation, we felt we couldn’t leave you guys hanging. Here’s the skinny on the amazing Tony  Moore cover we unveiled yesterday: the book is a six-issue miniseries called Victorian Undead and first hits shelves in November.

The setting? London, the year 1854. Gas lamps throw long shadows across closed storefronts; a horse-drawn carriage prattles down the cobblestone street, paying no mind to the feral children sleeping in the alley. The only sounds audible at this late-night hour are a bit of music rising from the pub on the corner and the low moan of a zombie shuffling over the sidewalk.

Wait – zombies?

Why are the dead rising in London? Who or what is behind their resurrection? It’s up to a certain famous detective and his erstwhile comrade to find out.

It’s written by WildStorm alum Ian Edginton and illustrated by international sensation Davide Fabbri, and sports the gruesome Tony Moore cover that’s been making its rounds across the web the last two days.

Klingt nicht schlecht was Wild Storm da ausbrütet. Hat natürlich nichts mit Cthulhu zu tun, aber vielleicht gibt es ein paar Anregungen für die Gaslicht-Runde :-] Gefunden hab ich den Hinweis übrigens auf Nerdcore.

Eineinhalb Stunden Neil Gaiman

Zum 20. Geburtstag von Sandman wurde Neil Gaiman im Novemeber 2008 interviewt und auch wenn das gar nichts mit Cthulhu zu tun hat, muss ich das hier posten – schließlich ist es Neil Gaiman :-} Außerdem sind wir ja übers Wochenende nicht da und damit sich die Blogbesucher nicht langweilen, gibt es eine geballte Ladung Gaiman.Viel Spass!

Und ich hab noch ein Interview mit Gaiman gefunden. Auf Nerdcore bin ich auf das Galore Interviewarchiv gestoßen und da gibt es auch das Interview. Hier mal ein kurzer Ausschnitt:

Graphic Novel klingt also einfach nur besser.

Ja, es ist eine Marketingkategorie. Mit Comics verbindet man dünne Heftchen, Graphic Novel hört sich nach etwas Wertbeständigem an. Auf der Weihnachtsfeier eines Literaturverlages fragte mich ein Redakteur des Daily Telegraph, was ich mache. Als ich ihm sagte, dass ich Comics wie „Sandman“ schriebe, entgegnete er: „ Neil Gaiman – Sie schreiben doch keine Comics, sondern Graphic Novels!“ (lacht) Ich fühlte mich wie eine Hure, der gerade gesagt worden war, dass sie die Dame des Abends ist.

Stephen Kings N als Comic

Die sehr cthuloide Geschichte N aus Stephen Kings Storysammlung Sunset (siehe auch hier und hier) wird als Comic erscheinen. Der Hardcoverband wird laut Amazon.com am 29. Oktober bei Marvel erscheinen.

Mir hat die Kurzgeschichte wirklich gut gefallen und auch die animierte Miniserie war sehr atmosphärisch. Aber ob es sich lohnt daraus noch einen Comic zu machen? Mal abwarten ob der Comic mehr zu bieten hat als die Flash-Animationen. Ob es eine deutsche Übersetzung geben wird ist noch nicht klar. Gefunden hab ich die Meldung übrigens auf der größten deutschen Stephen King Seite in ihren King News.

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Immer muss ich durch Straßen gehen, und immer spür ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber!
Peter Lorre als namenloser Mörder M

Der Filmklassiker von Fritz Lang ist nun bei CrossCult als Comic erschienen:

Fritz Langs erster Tonfilm aus dem Jahre 1931, M – Eine Stadt sucht einen Mörder, gilt als Meilenstein des expressionistischen Kinos und als eines der bedeutendsten Werke des deutschen Films. Peter Lorres Darstellung des wahnsinnigen Kindermörders, der eine deutsche Großstadt in den 20er Jahren in Aufruhr versetzt und nach einer erfolglosen Treibjagd durch die Polizei von den versammelten Kräften der Unterwelt-Kartelle zur Strecke gebracht wird, ist eine der packendsten schauspielerischen Leistungen des jungen deutschen Kinos.

Der US-amerikanische Comic-Künstler und Illustrator Jon J. Muth („Sandman: Das Erwachen“) hat aus der kinematografischen Vorlage eine gleichermaßen betörend schöne und verstörende Graphic Novel gemacht. Die kollektive Paranoia, den beseelten Ton, der sich als Quasi-Protagonist in Form von Abzählreimen, der emblematischen Melodie, die der Mörder auf der Suche nach neuen Opfern summt, des verängstigte Geschnatters der besorgten Bürger und der wütenden Kakophonie der Stimmen der Unterwelt-Häscher manifestiert, die Darstellung einer denunziatorischen, verschreckten Gesellschaft am Vorabend der Machtübernahme der Faschisten und die kühl distanzierte Inszenierung im Stil der „Neuen Sachlichkeit“– das alles überträgt Muth in seinem grafischen Stil aus verblasst verfremdeten Fotorealismus in das Medium Comic und erweitert den filmischen Stoff um neue bildliche und narrative Tiefen.

Ein Graphic Novel-Meisterwerk, das zum ersten Mal vollständig und in edler Hardcover-Aufmachung auf Deutsch erhältlich ist.
M – Eine Stadt sucht einen Mörder
von Jon J. Muth, nach einem Film von Fritz Lang
16×24, Hardcover, vierfarbig, 192 Seiten, Euro 25,00

Bisher habe ich den Band nicht, aber die Leseproben machen auf alle Fälle Lust auf mehr. Gerade für die Fans der 20er Jahre bietet die düstere Darstellung der Großstadt bestimmt einige gute Ansatzpunkte für Szenenbeschreibungen im Spiel.