The Sassoon Files

The Sassoon Files, ein Shanghai Quellen- und Abenteuerbuch auf Kickstarter.

Horror in the Pearl of the East! The Sassoon Files will be a set of scenarios and campaign resources for Call of Cthulhu 7th Edition and GUMSHOE role-playing games (RPGs) set in historical 1920s Shanghai; an international city of intrigue, espionage, style and violence.  

Victor Sassoon, a preeminent bon vivant, has found himself trading correspondence with Doctor Henry Armitage. They share a common goal and a common modus operandi. Victor fights to keep his empire safe, but he also fights for a Shanghai free from Mythos influence. Victor has gathered around him professors, detectives, muscles, guns, criminals and other problem solvers to mount a defense against a rising tide. Victor is your hook.

Mal ein anderes Setting das eher weniger bespielt wurde, soweit ich das überblicke.

https://www.kickstarter.com/projects/1918458549/the-sassoon-files/description

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Spielercharaktere

Auf der Suche nach einigen SCs die sich als vorgefertigte Charaktere eignen, bin ich mal meinen Fundus durchgegangen und ich muss feststellen das ich seit 1984 doch einige bisweilen sehr skurille Charaktere erschaffen habe. Einen Teil davon möchte ich euch nicht vorenthalten. Vorhang auf für:

– Dr. Hendrik van Deik: holländischer Staatsbürger der nach einem Eklat in die Staaten auswandern musste und sich in Arkham niederließ. Im gehört der Laden Needful Things, ein kleiner Trödelladen in dem es alles mögliche gibt. Nebenbei arbeitet er als Dozent an der Miskatonic University, ist Mitglied in der Arkham Occult Society und Begründer des Literarischen Zirkels des Okkulten in Arkham.

Henry, wie ihn seine Freunde nennen, nannte bis vor kurzem einige restaurationswürdige Mythosbücher sein eigen. Diese wurden aber bei einem Einbruch komplett entwendet.

Nach einem Besuch in den Tiefen einer unterirdischen Höhle leidet er neben seiner angeborenen Klaustrophobie auch an einer Tiefenangst.

Seine bisherige Begegnung mit dem Mythos beschränkte sich auf Mi Go, Byakhee, Schlangenwesen, Ghoule und Krötenwesen. Dies reichte aber um sein Weltbild mehr als zu erschüttern.

Neben Holländisch und Englisch, spricht er keine weiteren Sprachen, ist aber des lateinischen und griechischen in der Schrift mächtig. Wenn er sich nicht seinem Laden widmet ist die Fliegerei sein liebstes Hobby.

Im grossen und ganzen ist Dr. Hendrik van Deik meine Hommage an Indiana Jones. Ins Leben gerufen wurde er irgendwann im Herbst 1988, wenn ich mich nicht täusche. Damit ist er mein am längsten lebender Cthulhucharakter. Am Rande sei noch erwähnt das sein Cthulhu Mythos bei 40% liegt.

Heute tritt Henry nur noch ganz selten in Aktion.

–  Extra für eine damalige Grossbritannien Runde hab ich Prof. Dr. Jonathan Edward Hopkins ins Leben gerufen. Als Völkerkundler mit Schwerpunkt keltische Geschichte und einem Doktor in Biologie hat er sich recht schnell einen Namen als besonnener Vertreter seiner Zunft gemacht. Er veröffentlicht regelmäßig u. a. Artikel im Gentlemen’s Magazine, Archaeologia, Nature und im English Historical Review. In den beiden letztgenannten hat er auch eine regelmäßige Kolumne. Prof. Hopkins ist Mitglied im United University Club und es geht das Gerücht um das er der Society for Psychical Research welche sich mit Seelenforschung beschäftigt und 1882 gegründet wurde, angehört. Letzteres bestreitet er aber vehement. Finanziell unabhängig besitzt er ein Häuschen im Norden Londons, welches er von seinen Eltern geerbt hat. Sein Lebensmittelpunkt ist jedoch eine geschmackvoll eingerichtete Wohnung im Stadtteil Bloomsbury nahe des britischen Museums und seiner Arbeitsstätte, dem University College in der Gowerstreet in London. Ihm gefällt die Atmosphäre des Viertels in dem schon Shelley, Coleridge, Swinburne, Dickens und Thackery, um nur einige zu nennen, gelebt haben. Lose Kontakte werden ihm zur Bloomsbury Group um Virginia Woolf, ihrer Schwester, der Malerin Vanessa Bell, den Schriftstellern E. M. Forster und Lytton Strachey, dem Maler Roger Frey, der Kunstmäzenin Lady Ottoline Morrel und dem Wirtschaftswissenschaftler John Mayhard Keynes nachgesagt.

Man darf aber annehmen das es sich gerade bei letzterem eher um ein Gerücht handelt, da Prof. Hopkins zum damaligen Zeitpunkt, als sich die Gruppe traf gerade Mitte Zwanzig war und noch lange nicht die Popularität hatte, die er heute inne hat.

–  Der frühere Einbrecher, Charmeur und spätere Dichter Glen Nightingale fiel leider dem all zu frühen Tode einer Bande von Verbrechern in Arkham zum Opfer. Gerade in sein zweites Abenteuer verwickelt wurde er hinterrücks erschlagen. Als Spielleiter fungierte hier der frühere Cthulhu Chefredakteur Wolfgang Schiemichen, Mitspieler in dieser play by Email Runde waren unter anderem Frank Heller, Manfred Escher und Holger Göttmann…  😉

– Um die Abenteuer im Berlin Band zu spielen wurde Max Gärtner ins Leben gerufen. Kommunist aus Überzeugung, tagsüber in einer Druckerei beschäftigt, ging er des nächtens seiner wahren Leidenschaft nach. Als Pianospieler in verschiedenen Clubs wurde ihm seine Liebschaft zu Thea Liebreich zum Verhängnis und er begann in den Bergen Turins Selbstmord.

–  Sein Nachfolger wurde Martin Baumeister, ein Berliner Schriftsteller (Krimis). Nach den Vorkommnissen des Jahrhundertsommer lebt er im Münchner Exil.

–  Nie zum Einsatz hingegen kam bisher Giovanni Battista Vettori, der dem in den 20er Jahren eher überholten Beruf des Reisebegleiters nachgeht, wie schon sein Vater und sein Großvater vor ihm. Als gebürtiger Florentiner spricht Giovanni neben Italienisch auch fließend Englisch, Französisch und Deutsch. Ich bin gespannt wann und ob ich ihn überhaupt noch spielen werde.

–  Auch der Theologe Dr. David Gutiérrez SJ, ein Jesuit kam leider nie zum Einsatz. Der gebürtige Spanier spricht neben seiner Muttersprache noch Italienisch, Deutsch und Englisch.

–  Der Ägyptologe Dr. Archibald Belknap-Long, ursprünglich für einen One-Shot entwickelt (daher auch der nicht sonderlich einfallsreiche Name) hat nicht nur die gesamten Abenteuer aus der Ägyptenbox und Im Zeichen des Stieres überlebt, nein er konnte auch bereits einige Ausflüge in die Traumlande für sich verbuchen. Nach dem Zusammenstoß mit diversen deutschen Geheimorganisationen, Nachfahren der Templern, Sand- und Spinnenwesen und Ubbo-Sathla kann ihn nichts mehr erschrecken. Unnötig zu sagen das sich Archie in regelmäßigen Abständen in (nerven)ärztliche Behandlung begibt und eine Sammlung von Mythoswerken [Unaussprechliche Kulte, Nameless Cults, The Golden Bough und True Magick] sein eigen nennt.

Ähnlich wie van Deik war er Offizier im Großen Krieg und ist Hobbypilot. Während er es in der Archäologie zu einer Koryphäe gebracht hat ist es ihm bisher eher selten gelungen seine Flugkünste auch nur rudimentär zu verbessern. Noch heute enden 2 von 3 Landungen in einer Bruchlandung.

–  Mein einziger Charakter, den ich in der Neuzeit für Cthulhu gespielt habe ist der forensische Mediziner Dr. Robin Cook der für das FBI arbeitet. Nach diversen Vorkommnissen einer nicht näher genannten Insel im Pazifik wurde er aus dem Dienst entlassen und musste in Kanada untertauchen.

–  Für die Berge des Wahnsinns erschuf ich den Fotografen Simon L. Rowntree und den Kryptozoologen Samuel J. Winslow. Immerhin überlebte letzterer den Ausflug in die Antarktis.

Laird Ian Angus McKinbrace ist der letzte einer Reihe schottischer Adeliger und Hexer. Neben dem Familienschloß in Schottland umfasst das Vermögen noch ausgedehnte Ländereien in der Umgebung, ein Stadthaus in London und einen Feriensitz in Lands End / Cornwall. Als Mitglied des House of Lords (ja unser Laird hat noch einen richtigen Adelstitel) verfügt er über einen Platz im Britischen Parlament. Zum Fuhr- und Flugpark gehören u. a. ein Rolls Royce Silver Ghost und eine Junker F13. Der Charakter wurde absichtlich mit der Prämisse erschaffen, mehr als genügend Geld und Einfluss zu haben um gegen den Mythos anzutreten. Laird McKinbrace hatte schon in den 80er Jahren einen Auftritt bei Cthulhu Live. Er selbst verfügt nicht mehr über die Fähigkeiten und Kräfte seiner Vorfahen.

–  Das Geheimnis um das Geisterschiff von Caerdon löste Cedric „Bran“ Brune. Durch seinen Beruf als Geisterfotograf war er geradezu dafür prädestiniert. Cedric hat ein Faible für alles keltische und hat ein eigenes „Fotostudio“ in Lands End. Derzeit wartet Cedric auf weitere Abenteuer.

–  Ebenfalls einen Kurzauftritt hatte der Schriftsteller Edward Jeffries im Tannerhill Haus.

–  Derzeit bin ich mit Charles Arthur Morrigan, seines Zeichens Psychiater in der Königsdämmerung Kampagne unterwegs.

Das sind nicht alle meine Cthulhu Charaktere, Dr. Peter Freeman, mein allererster Charakter, ein Psychologe ist leider in früheren Umzugswirren verschollen, außerdem fehlen diverse Charaktere aus Oneshots (meist vom SL vorgefertigt) und Figuren die es nie über den Status einer Idee hinaus geschafft haben. Aber die wichtigten und die die mir ans Herz gewachsen sind, habe ich alle in diesem Artikel aufgeführt.

In der Zukunft würde ich noch gerne einen Bibliothekar, einen Antiquitätenhändler und einen Museumskurator spielen. Für alle 3 habe ich schon Namen und eine passende Hintergrundgeschichte.

Das Tannerhill Haus Teil 3

Und der dritte und letzte Teil des Abenteuers folgt gleich hinterher.

So, ich bin mal so Frech unserem Spielleiter mit meinem Eindruck zu Teil 2 des Abenteuers zuvorzukommen. Auch wenn das einen Doppelpost bedeutet. Diesmal als eine Art Tagebucheintrag aus Sicht meines Charakters (auch wenn der sicher kein Regelmäßiger Tagebuchschreiber ist).

Edwin Foster Spofford
Richmond, September 4, 1927

Gestern habe ich Edward und Floyd wieder gesehen und das möchte ich zum Anlass nehmen mit dem Kapitel „Tannerhill House“ abzuschließen. Warum ich das mache, indem ich meine Gedanken niederschreibe und nicht durch ein Gemälde? Keine Ahnung, Edward muss wohl schlechten Einfluss auf mich haben. Sein neuster Roman war echt fantastisch. Er hat die Stimmung im Spukhaus perfekt eingefangen ohne etwas von uns zu verraten (wofür ich echt dankbar bin). Der Vermerkt „Nach einer wahren Begebenheit“ ist von daher vielleicht nicht ganz korrekt, aber künstlerische Freiheit muss auch in solchen Fällen erlaubt sein. Dass er für diesen Bestseller tatsächlich mein Werk „Sohn des Teufels“ als Cover gewählt hat, freut mich besonders.

Vater war schon etwas irritiert, weil ich einen Künstler auf die (viel zu groß aufgezogene) Verlobungsfeier eingeladen hatte. Aber nachdem ein paar Boodle Boys den Roman ausdrücklich gelobt hatten, verschwand sein Ich-hoffe-Du-liest-keine-solchen-Bücher-Blick. Die Jungs sind ganz begeistert von der Geschichte, seit ich ihnen den Schädel des angeblichen Teufelsjungen mitgebracht habe. Er wird jetzt gemeinsam mit dem Original des Gemäldes „Sohn des Teufels“ in einem kleinen Schrein im Tomb aufbewahrt.

Anders als Edward, der derzeit zumindest sehr erfolgreich ist, was mich von Herzen freut, konnte ich Floyd natürlich nicht als (ehemaligen) Bühnenmagier vorstellen. Also habe ich ihn einen Ermittler genannt. Immerhin hat er inzwischen eine Art Geisterjägervereinigung mit Herrn Carrington (unseren Auftragsgeber von damals) und Referent Lois (den Priester des Ortes Corbis Woods) gegründet. Und da es für Anwälte nicht so ungewöhnlich ist mit Detektiven zusammenzuarbeiten, hatte Vater nichts gegen einen Ermittler in meinen Bekanntenkreis einzuwenden. Allerdings scheint er nicht zu verstehen, warum ich so jemanden bei einem solchen Fest dabeihaben will.

Floyd hat auch berichtet, dass die drei Geister im Tannerhill House inzwischen von Priestern ausgetrieben wurden. Ich finde das ist ein gutes Ende. Wir wissen zwar immer noch nicht, ob nun Kathrine oder die Kinder die Wahrheit gesprochen haben, aber eines haben alle Geister gemeinsam: Sie haben nichts mehr in der Welt der Lebenden verloren. Meiner Meinung nach klang Luther nicht wie der Sohn des Teufels, aber er hat uns einen harten Kampf geliefert. Floyd und ich sind sogar bewusstlos zusammengebrochen und hatten eine Woche lang Schmerzen. Bezwingen konnten wir ihn dennoch nicht. Dafür ist mein Interesse an Séancen jetzt ein für alle Mal erloschen.

Und der Teufel wäre wohl auch in der Lage die kleine Jenni zu täuschen und vor uns ein unschuldiges Kind zu spielen. Bei Kathrine bin ich mir allerdings sicher, dass sie in ihrem fanatischen Kampf gegen Satan inzwischen nicht mehr Rational handelt. Sie hat Besitz von unserer Haushälterin Martha ergriffen und meine Cecilia angefallen. Martha befindet sich wohl immer noch in einen Sanatorium und Cecilia wirkt bisweilen auch noch ganz mitgenommen. Ob nun der Fanatismus von Kathrine aus tiefen Glauben erwachsen ist, oder andere Wurzeln hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

Was wir an der Verbindung von Kathrine, der verurteilten Hexe Marion Lee, ihres Sohnes Luther und Jenni überprüfen konnten, haben wir mit Hilfe des Kirchenbuches und der Unterlagen im Spukhaus überprüft. Die volle Wahrheit kennen allerdings nur Gott und die Toten. Und ihre Geister mögen nun in Frieden ruhen…

Das Gemälde „Durch den Geisterwald“ und einige ältere Werke, die meiner eigenen Phantasie entsprungen sind, habe ich über eine von Herrn Whitefield organisierte Galerie verkauft. Natürlich unter dem Pseudonym Foster E. Knight. Vater erfährt besser nichts von meinem ernsthaften Interesse an der Kunst. Das Werk „Das Spukhaus“ wird vielleicht das nächste Buch von Edward zieren und mit dem Portrait von Cecilia konnte ich endgültig ihr Herz erobern.

 

Ja, kommen wir nun endlich zu Cecilia. Wie gesagt: Gestern durften wir Verlobung feiern. Sie hat nach den Erfahrungen Abstand von der Idee genommen, Kontakt zu ihren verstorbenen Eltern aufzunehmen. Ich hoffe ihr stattdessen der Halt sein zu können, den sie benötigt. Und auch meine Eltern waren ganz bezaubert von ihr und behandeln sie wie eine Tochter, was mit ein wenig Sorgen bereitet. Ich hoffe sie lässt sich nicht zu sehr von meinem Vater beeinflussen und endet wie meine Mutter. Als eine Frau, die nur damit beschäftigt ist den Mann an ihrer Seite zu repräsentieren und der ihre eigenen Kinder (wenn es mal so weit ist) fremd werden. Sie muss auch lernen an sich selbst zu denken und ihre eigenen Leidenschaften auszuleben. So wie ich meine Malerei.

Zumindest über den Punkt, wie viel Tabakkonsum sich für ein Fräulein geziemt, wird sie sich mit Vater wohl nie einig werden. Egal wie sehr sie sich nach jemandem sehnt, der ihr ihre Eltern ersetzt. Das ist ein Anfang. Damit will ich dieses Kapitel schließen und eine neue Seite im Buch des Lebens aufschlagen…

Das Original findet ihr wie immer im Cthulhu Forum: http://www.foren.pegasus.de/foren/topic/29109-spielbericht-das-geisterhaus-aus-die-bestie/?p=533911

Das Tannerhill Haus Teil 2

Schon vor einiger Zeit ging es weiter:

So, dann will ich auch mal ein paar Worte dazu verlieren, bevor ich zu viel vergessen habe. Wobei die Gefahr bei der tollen Gedächtnisstütze nicht so groß ist. Ich hatte die Freude mitspielen zu dürfen und verkörperte dabei Edwin Foster Spofford, who always „imagined himself a better artist than a jurist“. Für den Sohn aus sehr gutem Hause waren die 50$ Teilnahmegebühr nicht wirklich abschreckend. Zumal er sich Inspiration für seine Malerei erhoffte. Denn auch wenn er fast reflexartig beteuert, es wäre nur ein Hobby, sieht er in der Kunst seine eigentliche Berufung.

Bis auf Herbert Whitefield, den Manager des Mediums, kannte er keinen der Mitreisenden. Und auch dieser war ihm nur durch einen kurzen Briefwechsel bekannt. Daher lernte er die Leute – einschließlich der übrigen Spielercharaktere – während der Busfahrt kennen. Diese dauerte fast drei Stunden Spielzeit. Was interessant ist, weil wir uns erst am Vorabend darüber unterhalten hatten, wie sehr es nerven kann, wenn banale Dinge im Rollenspiel zu viel Raum einnehmen. Aber hier hat es gepasst. Mit manchen Spieler wird eben das Banale zum stimmungsvollen und stimmigen Genuss, während mit andern…

Das besondere Interesse des Jungspundes erregte natürlich die hübsche Cecilia Petersen. Er bot ihr sogleich an, ihre Koffer zu tragen. Doch noch ehe er ausgesprochen hatte, hatte das Bud der Busfahrer bereits erledigt. Das Fräulein schien ihm dennoch nicht abgeneigt zu sein und so half er ihr zumindest beim Einsteigen und setzte sich mit Freuden neben die Kettenraucherin. Ja, 1927 durfte in Bussen noch gequalmt werden.

Paul gesellte sich für ein Gespräch über Mütter zu ihnen und Edwin ließ durchblicken, dass seine eigene Mutter zu beschäftigt gewesen war, um ihm viel Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Dafür habe sie Kindermädchen gehabt. Die eigentliche Schuld schrieb er aber seinem Vater und dessen hohen Anforderungen zu. Danach kam auch Floyd hinzu und entlockte Cecilia mehr von ihrer rührseligen Geschichte, als der Student, der sich inzwischen selbst eine Zigarre angezündet hatte.

Als Waisenkind aus reichem Hause wisse sie nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen solle. Sie hoffe darauf, dass sie über Paul LeMond den Rat ihrer Eltern einholen könne. Edwin findet es eigentlich ziemlich beneidenswert keine Eltern zu haben, die einem vorschreiben, was man mit seinem Leben anfangen soll. Er ist aber feinfühlig genug zu schweigen.

Ein Aufenthalt, auf dem sie von Martha Brown gut versorgt werden, bietet Gelegenheit auch Edward kennenzulernen. Edwin, der in seiner Kunst ebenfalls das Morbide thematisiert, ist dem Autor recht zugetan und will bei Gelegenheit vielleicht auch ein paar von dessen Büchern erwerben, um sich dadurch inspirieren zu lassen. Solche Werke finden sich schließlich schwerlich in der Universitätsbibliothek.

Danach geht es weiter nach Corbis Woods zu dem Spukhaus. Kurz vor dem Ziel versperrt ein LKW mit Reifenpanne den Weg und während Edward und Floyd die letzten Meter zu Fuß gehen, nutzt der Maler die Pause, um seine Impressionen der schmalen Waldstraße und des alten Hauses auf dem Hügel in seinem Skizzenbuch festzuhalten. Seine dritte schnelle Zeichnung zeigt Cecilia und sie scheint sich darüber zu freuen, als er ihr die Skizze zeigt. An dieser Stelle musste ich schon ein wenig darüber schmunzeln, dass der Spieler unseres Bühnenmagiers nebenbei eine schnelle Skizze zu jeder erwähnten Person anfertigte, während ich selbst frei von jedem zeichnerischen Talent bin. Naja, zumindest der Charakter hat Malerei auf 70.

Im Haus, das die Familie des Auftragsgebers in dessen früher Kindheit verlassen hat, finden sich leider keine interessanten Bilder. Auf der Suche nach einem persönlichen Gegenstand der verstobenen Schwester, deren Geist gerufen werden soll, interessiert sich Edwin besonders für den Dachboden. Dort findet er hauptsächlich Papiere, die ihn nichts angehen und die er nicht weiter sichtet. Die Gelegenheit Cecilia mit dem Feldbett zu helfen, lässt er sich entgehen. Diese wird von Edward wahrgenommen.

Floyd war auf seiner Suche im ehemaligen Kinderzimmer erfolgreicher und so kann bald die erste Séance beginnen. Edwin und Edward postieren sich günstig neben Cailín und kommen so in den Genuss Händchen zu halten. Hier ist interessant, dass vor allem der Autor überzeugt ist bald einen Geist zu sehen. Der Jurist hält es zumindest für gut möglich und der Bühnenmagier für ausgeschlossen. Die Beschwörung könnte sich auch mit guter Schauspielerei und Bauchrednerkunst erklären lassen. Doch ausgerechnet Floyd bekommt nun einen Geist zu sehen. Den von Kathrine, die von Jennifer, der beschworenen Schwester, und ihrem mysteriösen Spielkammeraden gefürchtet wird. Und gerade, dass er nun an die Sache glaubt, führt dazu, dass die anderen plötzlich alles in Frage stellen. Für sie scheint nun klar, dass der Bühnenmagier von Anfang an Teil der Aufführung war. Aber sie geben zu, dass die Show 50$ wert ist.

Auch Kathrine wird beschworen und sie berichtet davon, dass sie das Böse zurückhält. Sie fordert die Geisterjäger auf ihr zu helfen. Da ihre Erscheinung mit extremer Kälte einherging, glauben Edward und Edwin, dass es irgendwo einen Eisvorrat geben muss. Sie untersuchen deshalb den Keller und wundern sich sehr darüber mit welchem Effekt es den Drahtziehern dieses Spuks gelingt sie mental davon abzuhalten die Tür einzuschlagen. Floyd, der eigentlich das Geheimnis der Eiskammer schützen müsste, gelingt es schließlich die Tür einzurennen.

Dort finden sie den blutigen und physikalisch unmöglich erklärbaren Nagel, der auch die Zweifler überzeugt. Denn die rote Flüssigkeit tropft vom Nagelkopf am oberen Ende. Doch sie wissen noch immer nicht, ob nun Kathrine zurecht vor dem Sohn des Teufels und mutmaßlichen Spielgefährten Jennifers warnt, oder ob nicht sie eine verlogene Hexe ist. Für diesen Tag sind sie aber zu müde, um der Lösung näher zu kommen, und gehen schlafen.

Das Weinen von Kindern weckt in der Nacht erst Edward und dann Floyd. Sie wecken auch Edwin und den Hausherren. Im Keller treffen sie auf die Haushälterin, die mit der Axt in der Hand schlafzuwandeln scheint. Oder ist sie besessen? In ihrer Anwesenheit kommt die Frau aber wieder zu sich und wirkt selbst überrascht. Man beschließt, dass Martha besser nicht mehr alleine und so nahe am Keller schlafen sollte, und quartiert sie bei Cecilia im ersten Stock ein. Außerdem will man am folgenden Tag mehr herausfinden. Edwin will sich die Briefe nun doch näher ansehen, während Edward und Cecilia im Ort den Reverend aufsuchen und ein eventuelles örtliches Archiv durchsuchen wollen. Der folgende Morgen musste aber auch auf einen weiteren Spieltag verlegt werden. Ich freue mich schon darauf.

Das Original ist wie immer hier zu finden: http://www.foren.pegasus.de/foren/topic/29109-spielbericht-das-geisterhaus-aus-die-bestie/?p=531570

Dezember Sale bei Cubicle 7

Wie Cubicle 7 heute bekannt gab, läuft ihre Cthulhu Lizenz zum Jahresende ab. Im gegenseitigen Einverständnis wurde beschlossen, diese nicht mehr zu verlängern. Ihr könnt euch also noch auf einen Weihnachtsausverkauf einstellen.

Cubicle 7’s Call of Cthulhu license expires at the end of the year and by mutual agreement with Chaosium it is not going to be renewed. There are no hard feelings on either side, and we are still on great terms – these things happen. Call of Cthulhu is Chaosium’s baby and we wish them all the best.

We’ve enjoyed working with Call of Cthulhu and Chaosium, but we’re also looking forward to the challenge of designing our own game systems for Cthulhu Britannica, World War Cthulhu and The Laundry. Putting together games that really showcase the themes of their setting is what we do best, after all! Keep an eye on the newsletter for more information in due course.

Stay tuned – we’ll be holding a sale on our Call of Cthulhu titles in December!