Aufgezeichnet – Das Monster-Kolloquium

Vor einiger Zeit fand an der Ruhruni Bochum ein Kolloquium zum Thema Monster statt. Dabei gab es auch einen Vortrag von Daniel-Pascal Zorn zum Thema Lovecraft: Call of Cthulhu – Monster und Wahnsinn bei Lovecraft. Leider war es mir nicht möglich die Veranstaltung anzuschauen, aber mein Podcast-Partner Patrick war vorort und er hatte seine Kamera dabei! Stolz können wir nun also eine Aufzeichnung des Vortrages präsentieren (allerdings ohne Bild, denn das war wohl nicht allzu spannend, meinte Patrick), die jeden Lovecraft-Fan interessieren dürfte.

Dreht eure Boxen allerdings ruhig etwas lauter und ignoriert das Gehuste aus dem Publikum. Ansonsten ist es aber eine tolle Aufnahme geworden und ich danke ganz herzlich Patrick, der diese Aufnahme erst möglich gemacht hat. Auch dem Referenten Daniel-Pacal Zorn sei gedankt, der einer Aufnahme seines Vortrages zustimmte. Und nun viel Vergnügen mit Lovecraft und den Monstern!

Übrigens: Der Vortrag dauert ca. 25 Minuten (er startet etwas abrupt, aber es wurde nichts wichtiges verpasst) und dann gibt es eine Diskussion über Lovecraft und seine Kurzgeschichten.

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Uni Bochum – Das Monster-Kolloquium

Für alle Studenten der Ruhr-Uni Bochum (und ich denke auch für alle Interessierten) gibt es ab Freitag ein Kolloquium zum Thema Monster. Das allein kann ja schon ganz interessant sein, aber schauen wir doch mal auf den Samstag:

11.15–12.00 (10) Daniel-Pascal Zorn: Call of Cthulhu: Monster und Wahnsinn bei Lovecraft

Und hier der ganze Veranstaltungsplan, mit weiteren Highlights:

Kolloquium „Monster“

3. und 4. Juli 2009
im Euro-Eck der Ruhr-Universität

Freitag, 3. Juli

10.00–10.15 Monika Schmitz-Emans: Begrüßung und Einführung

10.15–11.00 (1) Kurt Röttgers

11.15–12.00 (2) Heiko Stullich: Tyrannenmonster und die Grenzen der
Souveränität im barocken Trauerspiel

12.00–12.45 (3) Rainer Adolphi: »… nichts ungeheurer als der Mensch«. Über
den Abgrund das klassizistischen Menschenbildes und die Rolle der Kunst

Mittagspause

14.00–14.45 (4) Martina Döscher: Monströse Weiblichkeit: Medusas Verweigerung
der Empathie

14.45–15.30 (5) Solvejg Nitzke/Mark Schmitt: Monströse Blicke

Pause

16.00–16.45 (6) Christiane Dahms: Menschen oder Monster:
Verbrecherphysiognomien

16.45–17.30 (7) Peter Brandes: Ethik der Monstranz bei Poe und Lynch

17.45–18.30 (8) Rasmus Overthun: Subjekt-Monster

Samstag, 4. Juli

10.15–11.00 (9) Verena Siebert: Monster und Monströsität in der fantastischen
Jugendliteratur der Gegenwart

11.15–12.00 (10) Daniel-Pascal Zorn: Call of Cthulhu: Monster und Wahnsinn bei Lovecraft

12.00–12.45 (11) Steffen Dietzsch: Der Weimahr. Füsslis Hermeneutik der
deutschen Seelenlandschaft

Mittagspause

14.30–15.30 (12) Sarah Kwekkeboom/Angela Schröder: Monster im Mittelalter

15.30–16.15 (13) Kai Fischer: Monsterromane — Romanmonster.
Zur Gattungspoetik des Romans

Pause

16.30–17.15 (14) Hans-Joachim Backe: Post-Koloniale Monstrosität? Schiffbruch und Verlust der Menschlichkeit in „Arthur Gordon Pym“ und „Life of Pi“

17.15–18.00 (15) Monika Schmitz-Emans: W.G. Sebalds Monster

Veranstalter:
Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans (Bochum)
Prof. Dr. Kurt Röttgers (Hagen)

Wie gern hätte ich mir das angeschaut! Ich ärgere mich schwarz über meinen Schichtplan… Ich muss den ganzen Samstag arbeiten, keine Chance mal kurz nach Bochum zu fahren 😦 Aber vielleicht schafft es ja jemand von euch. Ich kenne den Referenten leider nicht und würde wirklich gerne hören, was er über Lovecraft zu sagen hat.

Krachkultur

Die deutsche Literaturzeitschrift Krachkultur widmet sich in ihrer neusten Ausgabe (mit glow in the dark – Cover!!!) Howard Philips Lovecraft. Werfen wir doch einen Blick in den Inhalt:

H. P. Lovecraft / W. V. Jackson Die grüne Wiese
H. P. Lovecraft Nietzscheanismus und Realismus
Ramsey Campbell Lovecraft: Eine Einführung
Stefan Beuse Das größte Lebewesen der Welt
Xaver Bayer Zwei
Wolfgang Schömel Die Vorsehung
Raymond Carver Ferne
Raymond Carver Gedichte
Helmut Frielinghaus Raymond Carver und sein Entdecker und Lektor Gordon Lish
Ulrich Koch Gedichte
Alexander Posch Wie man die Liebe wieder findet
Anna von Bayern Der Zuhörer
Hanne Kulessa Die Riesin
Mariola Brillowska Die Kraft der drei Herzen
Max Schulze Druckschulze
Sascha Anderson Da ist …
Thomas Kling Die BAADER-Briefe
»Matthias« BAADER Holst / Jörg Herold miss marple erinnerungen aus der einzelhaft unter dem einfluß von heilerde
Martin Brinkmann Die »andere Verbrechensqualität«
Leon Bloy Die vierundzwanzig Ohren des »Gueule-de-Bois«
Alexander Pschera Léon Bloy oder die Überwindung
Anonymus Kulmbach Psycho

Ich bin im Horror-Forum auf diese Zeitschrift gestoßen und habe vorher noch nie davon gehört. Ich frage mich auch was den Leser mit Krachkultur erwartet, ich denke ich werde mir mal diese Ausgabe bestellen (das geht übrigens per Mail an die Adresse im Impressum). Die Idee mit dem glow in the dark – Cover ist übrigens genial! Das sollte man für einen neuen Spielleiterschirm mal überlegen ;-]

Prestige – Die Meister der Magie

Jedes Wort in diesem Bericht ist wahr, mein Leben liegt offen vor Ihnen. Meine Hände sind leer, und ich hefte meinen ehrlichen Blick auf Sie. So habe ich gelebt, und doch wird nichts enthüllt.
Ich werde allein bis zum Ende gehen.

– aus dem Tagebuch von Alfred Borden

Das hier ist keine Rezension, sondern nur eine kurze Buchvorstellung zu einem wirklichen schönen Roman, der exzellent von Christopher Nolan verfilmt wurde. Wer sich die Filmrezension ansehen möchte, kann dies gerne hier tun, alle anderen können einfach weiter lesen und herausfinden ob sie sich für Christopher Priests Buch Prestige – Die Meister der Magie erwärmen können.

Was bringt es mir eigentlich einen Roman zu lesen, wenn ich den Film schon gesehen habe? Gut, der Roman ist meist umfangreicher, der Film kann eben nicht alle Szenen einfangen und oft sieht man ziemlich lausige Romanadaptionen auf der großen Leinwand. Aber was ist mit Prestige? Der Film hat einen Twist am Ende der einem doch das Lesen vergrätzt oder nicht? Nun um die Frage wenigstens teilweise zu beantworten, kann ich sagen der Roman ist anders. Der Film erzählt die Handlung wesentlich kompakter, konzentriert die Fehde der Magier Angier und Borden sozusagen auf das Wesentliche, ohne dabei etwas Falsch zu machen. Im Roman umspannt die Fehde jedoch nicht nur einige Monate sondern mehrere Generationen.
The Prestige Das Buch erzählt daraufhin eine Geschichte in der Geschichte. Alles beginnt mit dem Journalisten Andrew Westley, der wohl irgendwie mit dieser Fehde der Zauberkünstler in Verbindung steht – Dies ist der moderne Überbau. Ein Tagebuch von Alfred Borden ist dann das nächste große Kapitel. Hier bekommt man die gesamte Geschichte also erstmal von Borden erzählt. Nun kommt Kate Angier zu Wort. Kate Angier? Ist das die Frau von Angier, wie wir sie auch im Film sahen? Nein. Es ist wieder ein Blick in die heutige Zeit. Kate Angier ist ein Nachkomme des berühmt berüchtigten Rupert Angier und sie erzählt von einem Streit und einem schrecklichen Zwischenfall zwischen einem gewissen Borden und ihrem Vater, zu einer Zeit als sie fünf Jahre alt war. Daran schließt sich der vierte Teil an, in dem der Leser Rupert Angiers Aufzeichnungen nun vor sich hat. Jetzt wird der Konflikt zwischen Borden und Angier aus einer völlig anderen Perspektive erzählt und Dinge die sich Borden nicht erklären konnte, werden von Angier in Worte gefasst. Das Ganze funktioniert sehr gut, lockt es den Leser doch immer wieder mit neuem und doch bekanntem. Ich will hier bewusst nicht zu sehr ins Detail gehen, das Lesen lohnt sich ganz sicher. Der letzte Teil des Buches zieht dann denn Bogen zurück ins Heute. Andrew Westley erfährt das letzte große Geheimnis – das Prestige…

Was noch anzumerken ist, ist das der Roman viele kurze Kapitel hat und so zu einem richtigen „Pageturner“ wird. Obwohl ich den Film kannte hat der Roman nichts von seiner Faszination verloren und ich würde beides, Film und Buch auf eine Stufe stellen, ich vermag nicht zu sagen was von beiden besser ist und das zeichnet doch eine gute Verfilmung aus oder?

The Arcanum

The ArcanumIn screenwriter Thomas Wheeler’s cinematic debut novel, an occult thriller set in New York City in 1919, Sir Arthur Conan Doyle and his fellow members of a secret society known as the Arcanum including magician Harry Houdini and voodoo priestess Marie Laveau investigate a gruesome murder, rescue horror writer H.P. Lovecraft from jail, consult evil mystic Aleister Crowley, learn the truth behind the ancient Book of Enoch, try to solve the mystery of a tribe of lost angels and otherwise save the world. All the supernatural shenanigans, however, can’t disguise that these characters, with their contemporary sensibilities, are crude caricatures of their real-life originals. Lovecraft, for example, is reduced to a perverse boyish demonologist, while Laveau is a sexpot who speaks in a Caribbean patois: „So, how we s’posed to get him outta that jail?“ Each vividly written chapter is so obviously a film scene that credit should be given for art direction. The author uses nearly every landmark available in 1919 New York for a setting, but a wealth of well-researched period detail is no substitute for a true feeling for an era’s zeitgeist.

Wie so manches gibt es auch das vorliegende Buch nicht auf deutsch. Warum es dennoch hier Erwähnung findet ist, das es 2010 von Eric Morgret verfilmt wird. Mit Hugh Jackman als Harry Houdini, Gary Oldman als Sir Arthur Conan Doyle, Christian Bale als H. P. Lovecraft und Gina Torres als Voodooqueen Marie Laveau.